Prediction of Distant Recurrence using EndoPredict among Women with ER+, HER2- Node-Positive and Node-Negative Breast Cancer Treated with Endocrine Therapy Only1
M. Filipits1, P. Dubsky1,2, M. Rudas1, R. Greil3, M. Balic4, F. Fitzal1, Z. Bago-Horvath5, C. Singer6, D. Hlauschek7, R. Kronenwett8, R. Bernhisel9, J. Lancaster9, M. Gnant1
1 Department of Medicine I, Comprehensive Cancer Center, Institute of Cancer Research, Medical University of Vienna, Vienna, AT; 2 Klinik St. Anna, Breast Center, Luzern, CH; 3 III Medical Department, Salzburg Cancer Research Institute, Cancer Cluster Salzburg, Paracelsus Medical University Salzburg, Salzburg, AT; 4 Department of Internal Medicine, Division of Oncology, Medical University Graz, Graz, AT; 5 Department of Pathology, Comprehensive Cancer Center, Medical University of Vienna, Vienna, AT; 6 Department of Gynecology, Comprehensive Cancer Center, Medical University of Vienna, Vienna, AT; 7 Clinical Statistics, Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group, Vienna, AT; 8 Myriad International GmbH, Cologne, Germany; 9 Myriad Genetics, Inc., Salt Lake City, US
Zusammenfassung
- EndoPredict ist der einzige prognostische Test ein Rezidivrisiko über 15 Jahre zur Verfügung stellt und dabei bei der Entscheidung für oder gegen eine verlängerte endokrine Therapie unterstützt.
- Patientinnen mit einem niedrigen Risiko hatten konsistent ein 4%iges Rezidivrisiko in den Jahren 5-15 Jahren.
- Patientinnen mit einem niedrigeren EndoPredict Risiko in den Jahren 5-15 profitieren vermutlich weniger von einer verlängerten endokrinen Therapie.
Hintergrund
- Bei ER+, HER2- Brustkrebs werden Behandlungsentscheidungen zu zwei Zeitpunkten getroffen: bei Diagnose, für eine adjuvante Chemotherapie, und 5 Jahre nach der Diagnose für eine mögliche verlängerte endokrine Therapie.
- EndoPredict wurde umfänglich an über 3.500 Frauen mit ER+, HER2- Brustkrebs validiert.2-7
- Hier wird der prognostische Wert des EndoPredict in den kombinierten ABCSG-6 und -8 Studien mit längerem Follow-up hinsichtlich des 10-Jahres-Fernrezidiv-Risikos und der 5-15-Jahres-Wahrscheinlichkeit für ein Fernrezidiv nach Nodalstatus bewertet.
Methoden
- Das Risiko für späte Fernrezidive wurde an über 1.700 ER+, HER2- Patientinnen validiert.
- Die Analyse umfasste 1.702 Patientinnen mit ER-positiver, HER2-negativer Erkrankung welche eine alleinige endokrine Therapie erhalten hatten (n=1166 N0; n=453 N1-3; n=83 N≥4; Table 1).
- Alle Frauen erhielten eine 5-jährige adjuvante endokrine Therapie (keine Chemotherapie).
- Die Ananlysen wurden sowohl für die komplette Kohorte, als auch für den jeweiligen Nodalstatus und die Patientinnen durchgeführt, die nach 5 Jahren frei von Fernrezidiven (späten Fernrezidiven) waren.
Ergebnisse

- Für Patienten die in den ersten 5 Jahren nach Diagnose rezidivfrei blieben (N=1.386) war der EPclin ebenfalls stark prognostisch für die Jahre 5-15, nach Anpassung an die klinischen Variablen, unabhängig vom Nodalstatus.
- Frauen mit niedrigem EPclin hatten bessere Langzeitergebnisse als EPclin Hochrisiko-Patientinnen (HR 4,52, 95% CI 2,65-7,72; p<0,0001).
- In der Niedrigrisikogruppe lag das Fernrezidiv-freie Überleben (distant recurrence-free surival; DRFS) bei 95,7% (95% CI, 93,4%, 98,1%) in den Jahren 5-15 nach Diagnose, während es in der Hochrisikogruppe in diesem Zeitraum bei 84,1% (95% CI, 78,9%, 89,6%) lag (Figure 2).
Schlussfolgerungen
- Hier wird gezeigt, dass der EPclin Risk Score das Risiko eines frühen (0-10 Jahre) und späten (5-15 Jahre) Rezidivs sowohl bei nodal-negativen als auch nodal-positiven Patientinnen erfolgreich vorhersagt.
- Diese Analyse eines längeren Follow-ups von bereits veröffentlichten Kohorten2-5 bestätigt, dass der EPclin Risk Score eine große Gruppe von Patientinnen mit geringem Risiko für ein spätes Rezidiv nach 10 Jahren identifizieren kann, welche möglicherweise mit nur 5 Jahren adjuvanter endokriner Therapie angemessen behandelt wären.
- Die Replikation dieser Ergebnisse für die späte Rezidivperiode (5-15 Jahre) zeigt, dass die EPclin Risk Scores auch für die Auswahl von Patientinnen aussagekräftig sind, die sicher auf eine erweiterte endokrine Therapie verzichten können.
Referenzen
1. Filipits M. et al.: Clin Cancer Res. 2019;25:3865-3872; 2. Filipits et. al. Clin Cancer Res 2011;17(18): 6012-20; 3. Dubsky et. al. Br J Cancer 2013;109(12): 2959-64; 4. Dubsky et. al. Ann Oncol 2013;24(3): 640-7; 5. Fitzal et.al. Br J Cancer 2015;112(8): 1405-10; 6. Buus et.al. J Natl Cancer Inst. 2016;108(11); 7. Sestak et.al. JAMA Oncol. 2018;4(4):545-553
