Prediction of Chemotherapy Benefit by EndoPredict in Patients with Breast Cancer who received Adjuvant Endocrine Therapy Plus Chemotherapy or Endocrine Therapy Alone1

Ivana Sestak1, Miguel Martin2, Peter Dubsky3, Federico Rojo4, Jack Cuzick1, Martin Filipits5, Amparo Ruiz6, William Gradishar7, Hatem Soliman8, Lee Schwartzberg9, Richard Buus10, Dominik Hlauschek11, Alvaro Rodriguez-Lescure12, Michael Gnant13

1 Centre for Cancer Prevention, QMUL, London, UK; 2 Hospital General Universitario Gregorio Maranon/GEICAM, Madrid, Spain; 3 Klink St. Anna/ABCSG, Lucerne, Switzerland; 4 CIBERONC-ISCII Fundacion Jimenez Diaz/GEICAM, Madrid, Spain; 5
Medical University Vienna/ABCSG, Vienna, Austria; 6 Instituto Valenciano de Oncologia/GEICAM, Madrid, Spain; 7 Robert H. Lurie Comprehensive Cancer Centre of NWU, Chicago, US; 8 H. Lee Moffitt Cancer Center, Tampa, US; 9 West Cancer
Center, Germantown, US; 10 The Breast Cancer Now Toby Robins Research Centre/ICR, London, UK; 8 Austrian Breast and Colorectal Group (ABCSG), Vienna, Austria; 9 Hospital Universitario de Elche/GEICAM, Valencia, Spain

Zusammenfassung

  • Validierung des absoluten Nutzens der Chemotherapie:
    • An über 3,700 Patientinnen mit ER+, HER2- Brustkrebs.
    • Unter modernen (Taxan-basierten) Chemotherapien.
  • Patientinnen mit einem EndoPredict Niedrigrisiko-Ergebnis profitierten nicht von einer zusätzlichen Chemotherapie.
  • Patientinnen mit höheren EndoPredict Scores profitierten stärker von einer zusätzlichen Chemotherapie.

Hintergrund

EndoPredict (EP) ist ein prognostischer Test für Brustkrebspatientinnen mit einer Östrogenrezeptor (ER) -positiven, HER2- negativen Erkrankung, um die Entscheidung zwischen 5 Jahren alleiniger endokriner Therapie und endokriner Therapie plus Chemotherapie zu unterstützen.2,3,4

Ziel

Im nicht-randomisierten Setting zu untersuchen, ob EPclin einen Nutzen der Chemotherapie für prä- und postmenopausale Frauen mit ER+, HER2- Brustkrebs unter alleiniger endokriner Therapie über 5 Jahre (ET), oder mit zusätzlicher Chemotherapie (ET+C) vorhersagen kann.

Methoden

  • Insgesamt wurden 3.746 Patientinnen mit ER+, HER2- Brustkrebs in die Analyse aufgenommen
  • Das primäre Ziel war die Bewertung der 10-Jahres-Rezidivfreien-Intervalls (distant recurrence-free interval, DRFI) als kontinuierliche Funktion des EPclin, sowohl für Patientinnen mit ET+C als auch für Patientinnen mit ET.

Ergebnisse

  • Patientinnen mit EndoPredict Niedrigrisiko Ergebnissen profitierten nicht von einer zusätzlichen Chemotherapie.
  • Patientinnen mit höheren EndoPredict Scores profitierten stärker von einer zusätzlichen Chemotherapie.
  • Demografische Daten der beiden Kohorten finden Sie in Table 1.
  • Das mediane Follow-up für Patientinnen mit alleiniger ET war 9,6 Jahre (IQR 6.0-10.0) und 9,2 Jahre (7.5-10.0) für ET+C.
  • Es ergibt sich eine klare Trennung des 10-Jahres-Risikos zwischen ET und ET+C mit steigendem EndoPredict Score (Figure 2).
  • Die Interaktion zwischen EPclin und Behandlung war statistisch signifikant (P=0.02).

Schlussfolgerungen

  • Patientinnen mit hohem EPclin Score und ET + C hatten ein signifikant niedrigeres 10-Jahres-Fernrezidiv-Risiko als Patientinnen mit ET.
  • Bei niedrigem EPclin Score (< 3.3 Niedrigrisiko Cutoff) konnte kein Unterschied zwischem dem 10-Jahres-Fernrezidiv-Risiko von ET und ET + C Patientinnen beobachtet werden
  • Die Interaktion zwischen EPclin und Behandlung war signifikant (P=0.02)
  • Potentieller Nutzen einer Chemotherapie bei Patientinnen mit hohem EPclin Score.
  • Patientinnen mit höheren EPclin Scores haben einen disproportional höheren Nutzen einer Chemotherapie.
  • Die Ergebnisse geben Einblick in den Vorhersagwert des EPclin für Frauen mit ER-positivem, HER2-negativem Brustkrebs.

Referenzen

1. Sestak I. et al.: Breast Cancer Res Treat. 2019; 176:377-386; 2. Dubsky et al., 2012; 3. Buus et al., 2017; 4. Martin et al., 2014